Printmedien
Als Printmedien werden alle klassischen, auf Papier gedruckten
Informationsmedien bezeichnet. Dazu gehören beispielsweise Bücher,
Kataloge, Postkarten, Werbeblätter,
Partnerhoroskop in gebundener
Form, aber auch Kartenmaterial oder
Pläne. Auch die sogenannten Grauen Schriften gehören dem Bereich der
Printmedien an. Graue Schriften sind Veröffentlichungen, die
außerhalb des üblichen Zeitschriften- und Buchmarktes vertrieben
werden, beispielsweise Hochschulschriften, Fanzines, Programmhefte
oder Flugblätter.
Am ehesten wird der Begriff Printmedien aber meist mit Zeitungen und
Zeitschriften in Zusammenhang gebracht und diese machen natürlich
neben den Büchern den überwiegenden und bedeutendsten Anteil an
dieser Art von Medien aus.
Zum Leidwesen vieler Printmedienverfechter und vieler in der Branche
Tätiger hatten vor allem die Neuen Medien in den letzten Jahren
einen starken Anstieg zu verzeichnen. So erschienen und erscheinen
immer mehr Informations- und Unterhaltungsangebote nicht mehr in
gedruckter Form, sondern beispielsweise auf CD-ROM oder als
Web-Publikation im Internet. Auch klassische Domänen der
Printmedien, wie beispielsweise Tageszeitungen, liegen immer
häufiger in digitalisierter Form vor und nicht selten erscheinen
Publikationen in Druckform eher als eine Art Ergänzung zum digitalen
Angebot.
Auch das Fernsehen wird von vielen Vertretern der Printmedien als
Konkurrenz gesehen. Vor allem im Bereich der aktuellen Informationen
sind Fernsehen und Internet den Printmedien hinsichtlich der
Aktualität weit überlegen, da sie Informationen weitaus schneller
publizieren können.
Printmedien: Themen Inhaltlich tiefergehende Veröffentlichungen
Doch ein Ende der Veröffentlichungen in gedruckter Form ist in
absehbarer Zeit dennoch nicht zu erwarten. Die meisten Menschen
empfinden das Lesen von Informativem und Unterhaltendem in
gedruckter Form immer noch als angenehmer als das Ablesen von einem
Bildschirm. Zudem lesen sich die Tageszeitung oder das
Nachrichtenmagazin am Frühstückstisch immer noch besser, wenn sie in
Papierform vorliegen. Auch die häufig genutzte Möglichkeit, auf dem
Weg zur Arbeit, etwa in der Bahn, ein wenig in der Zeitung zu
Stöbern und sich unterwegs über den aktuellen Stand in der Welt zu
informieren, können digitale Zeitungsangebote nicht bieten.
Tageszeitungen und Magazine in gedruckter Form bieten außerdem
zumeist eine inhaltlich tiefergehende Auseinandersetzung mit den
behandelten Themen als die meisten Online-Angebote.
Nicht zuletzt ist das Blättern in Zeitschriften, vornehmlich aus dem
Unterhaltungsbereich, ein beliebter Zeitvertreib in Wartezimmern von
Ärzten oder auch beim Friseur, der sich Publikationen in
digitalisierter Form kaum verwirklichen lässt. Auch die neusten
Koch- und Backrezepte aus der Zeitschrift möchte man meist nicht
erst umständlich ausdrucken, bevor man sich ans Nachkochen macht. Es
gibt natürlich auch Zeitschriften für das junge Publikum. In diesen
Zeitschriften geht es vorrangig um
Online Spiele oder um PC-Spiele. Darüber hinaus gibt es bei
einigen Zeitschriften Beilagen oder sogar CDs und DVDs.
Printmedien: Das Buch aus Papier in gedruckter Form
Auch die sogenannten E-Books, Bücher in digitalisierter Form,
konnten sich gegen ihre Konkurrenten aus Papier bisher nicht
wirklich durchsetzen. Mit einem echten Buch wird das Lesen von der
überwiegenden Anzahl der Lesefreunde als schöneres Erlebnis
empfunden. Hier kommen wohl vor allem die sinnlichen Aspekte, das
Gefühl des Papiers, vielleicht auch der typische Büchergeruch, zum
Tragen. Zudem kann man in einem E-Book eben nicht so gut auf der
Couch, im Lesesessel oder unterwegs Schmökern wie in einem echten
Buch. Und so besteht in absehbarer Zeit wohl kaum die Gefahr eines
Aussterbens des gedruckten Buches.
Außerdem zählen Bücher immer noch zu den beliebtesten Geschenken und
da zählen neben dem Inhalt eben auch das Aussehen und der haptische
Eindruck, den nur ein echtes Buch vermitteln kann.
Während die Nutzung der Papierform für Veröffentlichungen manchen
Menschen durchaus schon als etwas antiquiert erscheinen mag, wurden
die Techniken und Herstellungsverfahren allerdings auch in diesem
Bereich modernisiert. Auch bei den Printmedien hat die
Digitaltechnik Einzug gehalten. Ist das Offsetdruckverfahren bei
Produkten, die in hohen Auflagen erscheinen, das Mittel der Wahl, so
werden vor allem Publikationen in Klein- oder Kleinst Auflagen
mittlerweile mittels digitaler Drucktechnik produziert. So werden
beispielsweise die bekannten Books on Demand, die erst nach Eingang
einer Bestellung gedruckt werden.
Zudem wird bei der Erstellung der Inhalte, wie anderen Bereichen
auch, natürlich längst mit moderner Computertechnik gearbeitet.
So steinzeitlich, wie das Printmedium vor allem der jungen
Generation erscheinen mag, ist es also gar nicht.